02.11.2025, 18:25
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.11.2025, 18:32 von Fredeswind.)
Fanny erzählt:
Begleitet von den Hunden hatten wir den Vorhof betreten. Interessiert schaute ich mich um…
Da war richtig was los!
Da war richtig was los!
Die Gänse und Enten schnatterten fröhlich durcheinander und auch die Hühner gackerten vergnügt. Man konnte das Getrappel von Pferden und das Quietschen der Räder eines Wagens hören. Fredeswind sprach: „Sieh, da vorne am Gärtchen ist Dietwana! Komm, lass uns zu ihr gehen.“ „Ja, gerne!“, antwortete ich lächelnd.
Was für ein schöner, idyllischer Ort. Ein kleiner Bach plätscherte vor sich hin, in dem ein paar Enten lustig schwammen. Ziegen kletterten auf dem Felsen und meckerten vor sich hin. Dietwana begrüßte uns mit einem herzlichen Lächeln und nahm sich dann gleich wieder ihrer Arbeit am Gemüsebeet an. Auf einmal ertönte Hundegebell ganz in der Nähe, was hatten die Hunde wohl entdeckt? Fredeswind und ich sahen neben dem Felsen ein Körbchen, in dem ein kleines Kind schlief.
Dietwana drehte sich zu uns und stellte uns voller Stolz vor: „Das ist meine Tochter Friedrun.“ Die kleine Friedrun ließ sich durch die Hunde nicht stören, und schlief selig weiter. Plötzlich war ein lautes Muhen von Kühen und ein Wiehern von Pferden zu hören. Daraufhin erwiderte Dietwana, dass es nun an der Zeit sei, sich um die Kühe zu kümmern und die Pferde zu füttern. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mitkommt. Ich zeige euch den Stall. Fredeswind und ich folgten ihr.
Dietwana drehte sich zu uns und stellte uns voller Stolz vor: „Das ist meine Tochter Friedrun.“ Die kleine Friedrun ließ sich durch die Hunde nicht stören, und schlief selig weiter. Plötzlich war ein lautes Muhen von Kühen und ein Wiehern von Pferden zu hören. Daraufhin erwiderte Dietwana, dass es nun an der Zeit sei, sich um die Kühe zu kümmern und die Pferde zu füttern. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mitkommt. Ich zeige euch den Stall. Fredeswind und ich folgten ihr.
Nach einem kleinen Stallrundgang blieb Dietwana zum Melken im Stall, während wir wieder nach draußen gingen. Ich schaute mich neugierig um und fragte Fredeswind: „Wer wohnt denn in den oberen Stockwerken?“ Fredeswind antwortete: „Über der Schmiede wohnt Einhard mit Familie und über dem Stall wohnt ein Großteil der Ritter, das ist die Burgwache. Und rechts neben der Schmiede wohnt der Jäger.“ Ich sagte aufgeregt: „Er hat doch den Uhu, wie geht es ihm wohl? Da schaue ich doch gleich mal vorbei.“ Fredeswind antwortete: „Ich komme mit, das interessiert mich auch!“ Der Jäger war erstaunt uns beide zu sehen. Er wusste aber sofort, weshalb wir da waren. Der Vogel hüpfte vergnügt auf dem Tisch hin und her. Der Jäger sprach voller Freude zu mir und Fredeswind: „Der Flügel wird wieder gut verheilen. Ich freue mich sehr, dass ich den Uhu bald wieder in die Freiheit entlassen kann.“ Wir waren darüber sehr glücklich und verabschiedeten uns. Fredeswind und ich stellten fest, dass dieser Nachmittag sehr schnell vergangen war. Wir führten noch einige abwechslungsreiche Gespräche mit den Bewohnern des Vorhofs. Dann brach auch schon langsam die Dämmerung herein. Der Kastellan Theodulph und seine Frau Uota drehten eine letzte Runde in der Burg. Schließlich verließen wir den Vorhof, so konnten Theodulph und Uota das Tor verschließen.
ENDE 7. Kapitel
Fredeswind Märchenschatztruhe
Inhalt Fredeswinds Märchenschatztruhe
"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"
Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
Inhalt Fredeswinds Märchenschatztruhe
"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"
Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)

